Orpheus, Operapoint.com, Opernnetz.de, Münstersche Zeitung

Die Hauptrolle schien Julia Neumann wie auf den Leib geschneidert. Mit sicheren Höhen, Anmut und Grazie vermochte sie das Publikum vom ersten Auftritt an zu fesseln und die Ambivalenz des zwischen schüchtern und keck schwankenden Charakters glaubwürdig darzustellen. (Orpheus)

“Es muß nicht immer Anna N. sein. Julia Neumann in der Rolle der Manon beweist sich als unkapriziöser Star des Abends. In der mittleren Lage fügt sie Ton für Ton zu einer langen Perlenkette aneinander, ihre Intonation ist auch in den aberwitzigsten Koloraturen atemberaubend perfekt. Einzig der Klang ihrer Stimme in den höchsten Passagen mag für manchen Zuhörer ein Hauch zu metallisch sein, doch sollte dies das durchweg positive Bild der Künstlerin nicht trüben. Bei einer dermaßen starken Hauptdarstellerin ist es immer schwierig, sich an ihrer Seite behaupten zu können, auch wenn diese alles andere will als sich in den Vordergrund singen… Will man aber einen Opernabend – fern allen Medienrummels – mit hervorragenden und gleichzeitig schönen Sopranistinnen genießen, so ist man hier gut aufgehoben.”(Operapoint.com)

“Ganz ausgezeichnet verkörpert Julia Neumann die Titelpartie. Sie changiert zwischen dem einfachen Mädchen und der Grand Dame, meistert die nicht unspektakulären Koloraturen vor allem im dritten Akt mit spielerischer Leichtigkeit. Dann Neumanns Sterbeszene: selten erlebt man sie so natürlich, unaufgesetzt, berührend wie hier. Das weckt Mitfühlen und schlägt um in brausenden Premierenapplaus.”(Opernnetz.de/Westfälische Nachrichten)

“Neumanns lyrischer koloraturmächtiger Sopran ist dafür wie geschaffen. Ein Jammer, dass Julia Neumann in der nächsten Saison nach Erfurt wechselt-sie ist in Münster zu einer waren Primadonna (im positiven Sinn) gereift.” (Münstersche Zeitung)